Auf einem Workshop werden Übungen angeboten, welche meist zu zweit oder in kleinen Gruppen durchgeführt werden. All diese Übungen verstehen sich als Einladungen; jeder Einzelne entscheidet jederzeit selber, was er wie machen möchte und was nicht. Denn wir gehen nicht davon aus zu wissen, was für euch persönlich gut und richtig ist – unterstützen einen jeden aber ganz individuell darin, dies für sich selber herauszufinden und sich die Übungen passend zu machen.

Diese Selbsterfahrungs-Übungen dienen dem Ziel, die TeilnehmerInnen darin zu unterstützen einen individuellen Weg zu finden und sich mehr Klarheit zu verschaffen, über den eigenen Standpunkt, das eigene Verhalten, die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse.

  • Welche Entscheidungen treffe ich und warum?
  • Treffe ich damit die richtige Wahl, oder gibt es Alternativen?
  • Stehe ich zu dem, was ich tue?
  • Wünsche ich mir etwas anderes?
  • Bin ich ehrlich gegenüber mir selbst und gegenüber anderen?
  • Sage ich ganz klar JA oder NEIN, wenn ich es meine?

 

Diese Übungen sind sehr einfach aufgebaut und eng an das echte Leben angelehnt. Der Schwerpunkt dabei liegt jederzeit auf der Qualität der Entscheidungen, die jeder Einzelne für sich trifft. Dienen mir meine eigenen Entscheidungen?

Des Weiteren besteht während des gesamten Workshops, und immer auch als Bestandteil aller Übungen, die Gelegenheit sich mitzuteilen und auszutauschen, z.B. über unsere Erfahrungen vor und während des Workshops. Es ist eine Einladung sich anderen so zu zeigen, wie wir wirklich sind. Eine Chance Dinge authentischer und ehrlicher auszusprechen, als wir dies mitunter im Alltag wagen.
Die Kommunikationstechniken, welche HAI anbietet, sind der gewaltfreien Kommunikation vergleichbar und basieren auf wirklichem Zuhören und verantwortungsvollem sich mitteilen.

Die meisten Übungen beinhalten auch die Einladung zu achtsamen Berührungen. Diese sind keine Massagen und stehen NICHT in einem sexuellen Zusammenhang, sondern sind einfach nur ein zarter, zwischenmenschlicher Kontakt, mit Respekt und Einfühlungsvermögen, wie zum Beispiel eine Umarmung.

Obwohl bei den Workshops eines der Themen auch das eigene Verhältnis zu Sexualität ist, geht es in den Workshops NICHT um die Anleitung sexueller Praktiken – es geht um Achtsamkeit, Ehrlichkeit und Stimmigkeit. Um Information und Wissen, im Gegensatz zu Vorurteilen oder Scham. Das dieses Thema immer noch sehr aktuell ist, zeigt auch die momentane Beschäftigung von Feuilleton und Fernsehen mit dem Thema, wie zum Beispiel in der NDR Talkshow mit der Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning. Sie wurde in der ausgezeichneten MDR Serie Make Love einem großen Publikum bekannt. Hier der Link zu ihrem amüsanten Auftritt in der NDR Talkshow – Boris Becker war sichtlich nicht amüsiert.

Natürlich können wir hier nicht alle Übungen auflisten und im Detail beschreiben, das wäre auch nicht besonders sinnvoll. Wer mehr wissen möchte, der ruft einfach im Büro an und wir erklären euch gerne im Detail, was genau alles an Übungen stattfinden wird. Oder man besucht einen der 3 stündigen HAI Schnupperkurse, die in verschiedenen Regionen angeboten werden. Die geben einem schon einen sehr guten Einblick in die Art der Übungen und in die Herangehensweise im allgemeinen.

Und: Im echten Leben wissen wir auch nicht immer, was auf uns zukommt, und müssen uns trotzdem jederzeit verhalten. Und genau DIES, seine bewussten und unbewussten Verhaltensmuster, kann sich jeder Teilnehmer während des Workshops im geschützten Raum noch einmal genauer anschauen, um dann evtl. freier zu entscheiden, welche davon für ihn wirklich sinnvoll sind und welche nicht mehr.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Jede Übung ist jederzeit so veränderbar, dass ein jeder jederzeit für sich stimmig teilnehmen kann, wenn er dies möchte.